About

Die Initiative “Alles dicht in NRW” steht für ein Netzwerk aus Bürgern in NRW. Wir treten ein für vernünftige Umweltpolitik mit Augenmaß. Wir wehren uns gegen die Zwangsmaßnahmen zur Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen, deren Kosten in einem krassen Missverhältnis zu einem fraglichen und kaum nennenswerten Nutzen für unsere Umwelt stehen. Wir wollen dafür sorgen, dass interessierte Bürger sich schnell mit Gleichgesinnten vernetzen können und, genauso wie lokale Initiativen, mit den notwendigen Informationen versorgt werden.

Dabei waren wir schon außerordentlich erfolgreich. Durch koordinierten nachhaltigen Widerstand der letzten Jahre haben wir alle ein bereits in der Umsetzung befindliches Landesgesetz gestoppt. Jeder Experte hatte uns vorher gewarnt, so etwas sei unmöglich. Trotzdem wurde der berüchtigte Paragraph 61A des Landeswassergesetzes in NRW schließlich ersatzlos gestrichen. Zudem wurden die Anforderungen an Prüfung und Sanierung unter dem Eindruck unserer Proteste mehrfach abgemildert. Bis 2012 mussten selbst Haarrisse im Scheitel sofort saniert werden und neben der Kamerabefahrung wurde vielerorts eine Druckprüfung vorgeschrieben.

Die meisten Bürger glauben, mit den erfolgten Veränderungen sei das Thema „Dichtheitsprüfung und Zwangssanierung“ vom Tisch. Für die meisten Einwohner in NRW ist das tatsächlich derzeit richtig, allerdings nur solange sich die Lobby nicht erneut bei unseren Volksvertretern durchsetzt. In den Wasserschutzgebieten ist diese Einschätzung ein folgenschwerer Irrtum und dort trifft es immer noch bis zu 30% unserer Bürger.

Die Initiative beruht auf freiwilliger Hilfe und Eigeninitiative. Wir verfügen über keinerlei eigene Mittel etwa aus Spenden oder Mitgliedsbeiträgen. Jeder, der von den Zielen unserer Initiative überzeugt ist, unterstützt von Fall zu Fall so gut er kann, mit seiner eigenen Zeit und eigenem Geld, wenn das nötig sein sollte. Eigeninitiative kann vieles sein: Schreiben an Abgeordnete und Ratsmitglieder, Gründung von Bürgerinitiativen, Informationen und Leserbriefe an regionale und überregionale Presse, Gespräche mit Bürgermeistern und Räten vor Ort, Besuch von Einwohnerfragestunden. Nur mit Sachargumenten ist dem Unsinn leider nicht mehr beizukommen. Dazu sind zu viele milliardenschwere Interessen im Spiel. Deshalb kommt es auf breite Öffentlichkeit an und auf Stimmungen.

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